wiki:dispo_hub_routing

Dies ist eine alte Version des Dokuments!


Transporte können auf Anfrage des Logistikers über ein betriebsinternes oder logistiknetzwerkinternes Umschlaglager (Storage Unit) umgeleitet werden. Dabei wird ein Kundenauftrag mit direkter Verbindung (A → B) in zwei interne Transportaufträge aufgeteilt:

  1. Transport 1: A → Umschlaglager (z. B. SU1)
  2. Transport 2: Umschlaglager (SU1) → B

Diese Aufteilung erfolgt ausschließlich auf Anweisung bzw. im Rahmen der Planung durch den zuständigen Logistiker.

Eine Übersicht der angelegten Umschlaglager finden Sie in der SLON Web-App im Menüpunkt „LAGEREINHEITEN“. Dort werden folgende Details zu jeder Lagereinheit angezeigt:

  1. Adresse
  2. Telefonnummer
  3. E-Mail-Adresse

Diese Informationen dienen zur Koordination und reibungslosen Durchführung der Umschlagsprozesse.

Umschlag-Vorplanung: Folgesegment vor Eintreffen der Ware disponieren

Bei einem Umschlag wird ein Transportauftrag in zwei Segmente aufgeteilt: Segment 1 fährt zur Lagereinheit, Segment 2 von dort zum Zielort. Bisher wurde Segment 2 erst dann sichtbar und zuweisbar, wenn die Ware im Umschlaglager tatsächlich abgeladen war. Mit der Umschlag-Vorplanung kann Segment 2 bereits vorher vergeben und auf eine Route gelegt werden – sofern für das Eintreffen der Ware eine verbindliche Ankunftszeit zugesagt wird.

Geladen werden darf Segment 2 weiterhin erst, wenn die Ware wirklich im Umschlaglager eingetroffen ist. Die Zusage steuert also ausschließlich die Planung, nie die Ausführung.

Aktivierung

Die Umschlag-Vorplanung muss pro Betrieb aktiviert werden. Wenden Sie sich hierzu an den SLON Support. Ohne Aktivierung verhält sich SLON unverändert: das Folgesegment wird erst nach dem Abladen angeboten.

Die Vorplanung greift nur, wenn alle folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Funktion ist für Ihren Betrieb aktiviert.
  • Ihr Betrieb ist der Transporteur von Segment 1, fährt die Ware also selbst zum Umschlaglager.
  • Das Umschlaglager gehört Ihrem Betrieb.
  • Beim Planen des Umschlags wurde eine Ankunftszeit eingegeben und ausdrücklich bestätigt.

Warum das eigene Lager?

Nur wenn Sie sowohl den Zulauf als auch das Umschlaglager selbst verantworten, können Sie die Zusage „Die Ware ist um XY in meinem Lager„ auch tatsächlich einhalten. Ist eine der Voraussetzungen nicht erfüllt, wird eine eingegebene Zeit ignoriert und es bleibt beim bisherigen Verhalten.
Ablauf Ohne Vorplanung Mit Vorplanung
Segment 2 sichtbar und zuweisbar Erst nach dem Abladen von Segment 1 Sofort nach der Planung des Umschlags
Segment 2 kann angeboten und disponiert werden Erst nach dem Abladen von Segment 1 Parallel zu Segment 1
Segment 2 kann geladen werden Nach dem Abladen von Segment 1 Unverändert: nach dem Abladen von Segment 1
Abholzeitfenster von Segment 2 Ergibt sich beim Abladen Wird aus der zugesagten Ankunftszeit errechnet

Die zugesagte Ankunftszeit wird direkt bei der Planung des Umschlags erfasst. Es gibt dafür – wie beim Umschlag selbst – zwei Wege.

  1. Öffnen Sie in der Dispositionsmaske den Zuweisungsdialog des Transportauftrags.
  2. Wählen Sie Fahrer, gegebenenfalls Route und anschließend unter „Umschlaglager“ die gewünschte Lagereinheit aus.
  3. Sobald ein Umschlaglager gewählt ist, erscheint der Bereich „Ware im Umschlaglager ab„ mit den Feldern „Datum“ und „Uhrzeit„.
  4. Geben Sie Datum und Uhrzeit ein, zu denen die Ware im Umschlaglager eintreffen wird.
  5. Setzen Sie das Häkchen „Ich sage diese Ankunftszeit verbindlich zu“.
  6. Speichern Sie den Dialog.

  1. Öffnen Sie in den Routendetails der Dispositionsmaske das Drei-Punkte-Menü des Routenschrittes.
  2. Wählen Sie „Transport splitten„ und anschließend die Variante „über Lagereinheit“.
  3. Wählen Sie die Lagereinheit aus.
  4. Geben Sie im Bereich „Ware im Umschlaglager ab„ Datum und Uhrzeit ein und bestätigen Sie mit „Ich sage diese Ankunftszeit verbindlich zu“.
  5. Speichern Sie den Dialog.

WICHTIG

Die Bestätigung ist Pflicht: Solange eine Zeit eingegeben, aber nicht bestätigt ist, lässt sich der Dialog nicht speichern. Mit der Bestätigung übernehmen Sie die Verantwortung für die zugesagte Zeit – ein anderer Betrieb baut seine Disposition darauf auf.

Eingabe ist optional

Sie müssen keine Ankunftszeit zusagen. Bleiben die Felder leer, wird der Umschlag wie bisher geplant: das Folgesegment wird erst nach dem Abladen angeboten.

Beim Splitten über eine Transportroute bleibt die Ware im selben Fahrzeug, es entsteht kein Umschlaglager-Segment. Dort gibt es die Eingabe der Ankunftszeit daher nicht. Die Unterschiede der beiden Split-Arten sind unter Gesplittete Transporte und Umschlag beschrieben.

Aus der zugesagten Ankunftszeit leitet SLON das Abholzeitfenster von Segment 2 ab:

  1. Zur zugesagten Ankunftszeit wird die Umschlagzeit der Lagereinheit addiert – die Zeit, die das Lager vom Eintreffen bis zur Abholbereitschaft benötigt.
  2. Anschließend wird der so errechnete Zeitpunkt in die Öffnungszeiten des Umschlaglagers geschoben. Liegt er bereits in einem Öffnungsfenster, bleibt er unverändert; andernfalls rückt er auf den Beginn des nächsten Fensters.

Ist für die Lagereinheit keine eigene Umschlagzeit hinterlegt, wird eine Standardzeit verwendet (z. B. 15 Minuten). Sind keine Öffnungszeiten hinterlegt, wird lediglich die Umschlagzeit addiert.

  1. Navigieren Sie in der SLON Web-App zu „LAGEREINHEITEN„.
  2. Öffnen Sie die gewünschte Lagereinheit zum Bearbeiten.
  3. Wechseln Sie auf den Reiter „Details“.
  4. Tragen Sie im Feld „Umschlagzeit (Minuten)„ einen Wert zwischen 0 und 1440 ein.
  5. Klicken Sie auf „Speichern“.

Ein leeres Feld bedeutet: es gilt die Standardzeit des Systems.

Die Öffnungszeiten stammen aus den Zustellinformationen der Lagereinheit und werden dort gepflegt – es gibt keinen zweiten Pflegeort. Pro Wochentag können mehrere Zeitfenster hinterlegt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Zustellinformationen.

Hinweis

Feiertage werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Prüfen Sie die vorgeschlagene Abholzeit daher bei Planungen über Feiertage hinweg.

Der Betrieb, der das vorgeplante Folgesegment übernimmt, sieht den Transportauftrag wie jeden anderen – zusätzlich aber den Hinweis, dass die Ware noch gar nicht im Umschlaglager liegt.

Am Transportauftrag erscheint das Kennzeichen „Vorgeplant – wartet auf Zulauf„ mit einem Sanduhr-Symbol. Der Tooltip nennt die zugesagte Ankunft im Umschlaglager und den Hinweis, dass erst nach dem tatsächlichen Eintreffen geladen werden kann.

Das Kennzeichen wird angezeigt:

  • in der Transportübersicht,
  • im Dispositionsmodul in der Liste der offenen Transportaufträge,
  • in den Routendetails am Ladeschritt des betroffenen Transportauftrags.

Der Fahrer sieht am Ladeschritt den Hinweis „Wartet auf den Zulauf im Umschlaglager, zugesagt für [Zeitpunkt]„. Er erkennt damit schon vor der Anfahrt, dass die Ware möglicherweise noch nicht bereitsteht.

Sobald Segment 1 im Umschlaglager abgeladen wurde, verschwindet das Kennzeichen automatisch und der Ladeschritt wird freigegeben. Ein manuelles Neuladen der Ansicht ist nicht nötig – Web-App und Handy-App aktualisieren sich selbst.

Solange die Ware nicht im Umschlaglager abgeladen ist, wird jeder Versuch, das Folgesegment zu laden, abgewiesen.

Beim manuellen Buchen eines Ladeschrittes erscheint die Meldung „Der Transport kann nicht geladen werden, da das vorhergehende Transportsegment noch nicht im Umschlaglager zugestellt worden ist!“.

Der Dialog bleibt geöffnet. Sobald der Zulauf abgeladen ist, kann dieselbe Buchung ohne Neueingabe wiederholt werden.

Bucht der Fahrer den Ladeschritt zu früh, erhält er die Meldung „Die Ware ist noch nicht im Umschlaglager eingetroffen. Dieser Transport kann erst geladen werden, wenn der Zulauf dort abgeladen wurde.“.

Buchungen ohne Netzverbindung

Buchungen, die die App zwischenspeichert und erst später überträgt, werden bei einer solchen Ablehnung verworfen. Der Fahrer wird darüber informiert und kann alle übrigen Transporte normal weiterbuchen. Die Ladebuchung ist nach dem Eintreffen des Zulaufs erneut vorzunehmen.

WICHTIG

Wird eine Ladebuchung abgewiesen, ist der gesamte Buchungsvorgang abgewiesen – es werden keine einzelnen Transporteinheiten teilweise gebucht.

Verzögert sich Segment 1 gegenüber der Zusage über eine Toleranzschwelle hinaus, wird der wartende Betrieb informiert und das Abholzeitfenster von Segment 2 neu berechnet – wieder unter Berücksichtigung von Umschlagzeit und Öffnungszeiten. Die ursprünglich zugesagte Zeit bleibt dabei erhalten, damit „zugesagt„ und „aktuell erwartet“ unterscheidbar bleiben. Ob umdisponiert wird, entscheidet der übernehmende Betrieb selbst.

Verliert Segment 1 seinen Transporteur, ist die zugesagte Ankunftszeit hinfällig. Der wartende Betrieb wird darüber informiert, behält aber seine Zuweisung: Fahrzeug und Zeitfenster sind dort bereits verplant, deshalb wird nichts automatisch entzogen. Auch hier entscheidet der übernehmende Betrieb selbst über eine Umdisposition.

Benachrichtigungen

Diese Hinweise werden innerhalb der SLON Web-App und der Handy-App zugestellt; die betroffenen Ansichten aktualisieren sich dabei automatisch.
  • Eine bereits zugesagte Ankunftszeit kann nachträglich nicht geändert werden. Ist eine Korrektur nötig, muss die Zuweisung storniert und der Umschlag neu geplant werden.
  • Die Zusage ist nur in der SLON Web-App möglich, nicht in der Handy-App.
  • Feiertage werden bei der Ableitung der Abholzeit nicht berücksichtigt.
  • Ohne zugesagte Ankunftszeit bleibt es beim bisherigen Verhalten – auch bei aktivierter Funktion.
  • wiki/dispo_hub_routing.1786304509.txt.gz
  • Zuletzt geändert: 09.08.2026 21:41
  • von harald